Bei schönem Tischtennis Wetter fand das 45. Internationale Osterturnier in der Limburger Heinz-Wolf-Halle statt.
Vorallendingen die vorderen Platzierungen des heimischen Nachwuchses aus Staffel überzeugten. Dabei gingen Einzeltitel an die Staffeler Felix Uriel (Jugend B) und Michel Baritz (Schüler A). Kai Otterbach war bei den Senioren nicht zu schlagen. Thomas Knossalla, der auch der Veranstaltungsleiter war, sicherte sich am zweiten Turniertag wieder den Titel bei den Herren B.
Denis Müller vom TTC Grenzau besiegte David Steinle in einem Hochklassigen Finale der Herren A. Sarah Textor gewann ebenfalls wieder die Damen A/B Konkurrenz vor Sonja Bott.
Die Teilnehmerzahlen gingen auch wieder aufwärts uns so war auch die 45. Auflage des traditionellen Osterturniers ein voller Erfolg.
Am Samstagabend empfing man die Gäste aus Obertshausen in der Staffeler Schulturnhalle. Die Akteure der Gastgeber hatten vor, in der Partie, in der man einen Sieg im Voraus für sehr unwahrscheinlich hielt, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen, um das Spielverhältnis, das am Ende der Saison das Zünglein an der Waage im Abstiegskampf sein könnte, aufzubessern.
Als die Gäste ohne ihre beiden ungarischen Akteure die Halle betraten, stiegen die Chancen und Hoffnungen auf einen Punktgewinn enorm, jeder war nun motiviert, die Partie wider aller Erwartungen zu gewinnen und die Punkte in Staffel zu behalten.
Staffel entschied sich aus taktischen Gründen, mit dem verletzten Binder anzutreten, der seine Einzel schenkte und für das 3er Doppel auf die Unterstützung des Nachwuchstalents Felix Uriel zu bauen.
Diese Maßnahmen trugen maßgeblich zum Gesamterfolg bei.
Zu Beginn der Begegnung bezwangen Zwick/Knossalla Dragicevic/Lee in 3 Sätzen, bevor Tamoschus/Trost in 4 Sätzen dem 1er Doppel der Gäste, Gao/Arcila Orozco, unterlagen. Die beiden Youngsters Kannenberg und Felix Uriel stellten das 3er Doppel und erspielten mit ihrem sehr starken 4 Satzerfolg über Schweikert/Kozun die erste Führung. Dieser Sieg, der im Voraus nicht unbedingt zu erwarten gewesen war, stellte die Basis für den weiteren erfolgreichen Spielverlauf dar.
Zwick musste im vorderen Paarkreuz in beiden Einzeln seine ganze Klasse unter Beweis stellen, um am Ende als Sieger von der Platte schreiten zu können. So erkämpfte er sich im 1. Einzel gegen Arcila Orozco in der Verlängerung des Entscheidungssatzes den Sieg und baute Staffels Führung auf 3 zu 1 aus, bevor Tamoschus gegen den bis dato in der Rückrunde ungeschlagenen Gao in 3 Sätzen unterlag.
Im mittleren Paarkreuz konnte Knossalla Obertshausens Schweikert in 4 Sätzen bezwingen, sodass Staffel mit 4 zu 2 in Führung ging, bevor Binder sein Einzel verletzungsbedingt schenkte. Zwischenstand: 4 zu 3, noch war alles offen.
Im hinteren Paarkreuz konnten sowohl Trost als auch Kannenberg ihre beiden Einzel in 3 bzw. 4 Sätzen zugunsten der Gastgeber entscheiden, sodass man die Führung auf 6 zu 3 ausbaute.
Entscheidend war nun, ob Obertshausens starkes vorderes Paarkreuz nun in der Lage war, den Vorsprung auf 6 zu 5 zu reduzieren, wovon im Voraus sicherlich die meisten Zuschauer ausgingen.
Doch Zwick belehrte alle eines besseren und bezwang Gao in beeindruckender Manier in 5 ansehnlichen Sätzen. Damit hatte man nicht gerechnet, Staffel baute den Vorsprung auf 7 zu 3 aus, man war nur noch einen Sieg vom so sehr ersehnten Punktgewinn entfernt. Doch zu diesem Zeitpunkt wollte keiner der Staffeler Spieler nur noch ein Unentschieden, ein Sieg musste her.
Tamoschus fand gegen Arcila Orozco kein Rezept und unterlag in 3 Sätzen, bevor Knossalla im mittleren Paarkreuz auch sein 2. Einzel gegen Dragicevic in 4 Sätzen erfolgreich beendete. Nach dem geschenkten Spiel von Binder lag man nun mit 8 zu 5 in Führung, Staffel wollte den Siegpunkt nicht erst im Schlussdoppel erspielen, was sicherlich eine äußerst schwere Aufgabe geworden wäre.
Im hinteren Paarkreuz machte Trost im Entscheidungssatz gegen Lee den Sieg gegen den Tabellenzweiten perfekt, man gewann mit 9 zu 5 und konnte sehr wichtige Punkte im Abstiegskampf verbuchen, sodass Staffel nun etwas mehr Luft hat, um die beiden letzten Partien gegen Kriftel und Obertshausen II zu bestreiten und hoffentlich noch den ein oder anderen weiteren Punkt einzufahren.
Am Sonntag, den 26.02.2012 machten sich 30 aktive und passive Vereinsmitglieder mit einem eigens gemieteten Bus auf den Weg ins kleinste Tischtennis-Dorf Deutschland.
Dort konnten wir dank der Einladung und Organisation durch die Familie Ströher und Andre Tamoschus das Bundesligaspiel des TTC Grenzau gegen TTC Fulda Maberzell ansehen.
Der für uns reservierte Fanblock lag direkt an der Grenzauer Coaching Zone und bot einen tollen Ausblick auf die spannenden Spiele. Dazu aber später mehr.
Gerade für unsere jüngsten Mitglieder hatten wir ein echtes Highlight zu bieten. Ausgestattet mit Grenzau T-Shirts durften sie Hand in Hand mit den Stars einlaufen. Zusätzlich konnten sie noch an einem Zähltisch Platz nehmen und hatten dadurch einen direkten Blick auf die Stars.
Doch nicht nur unsere Kinder sondern auch die Eltern erlebten einen erlebnisreichen Sonntagnachmittag mit Spitzensport der Extraklasse.
Nun zum Spiel:
Grenzau hat einen Befreiungsschlag geschafft und sich in einer hochspannenden Partie mit 3:2 gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell durchgesetzt. Dabei steuerten in einer wahren Teamleistung alle drei Akteure einen Punkt bei.
Bereits im ersten Spiel des Nachmittags wurde klar, dass es keine klare Angelegenheit werden würde: Zoltan Fejer-Konnerth und Jan-Ove Waldner lieferten sich ein erbittertes Duell. Am Ende hatte der Grenzauer im Entscheidungssatz die besseren Nerven oder das nötige Quentchen Glück und entschied das Match in der Verlängerung für sich. Genauso spannend ging es weiter: Tomas Pavelka zeigte gegen Wang Xi eine Top-Leistung und forderte den Asiaten in vier Sätzen, musste sich aber letztendlich doch der Klasse Wangs beugen.
Zur Pause stand es 1:1, alles war drin. Im Aufeinandertreffen der Dreier hatte Li Hu Robert Svensson überraschenderweise fest im Griff und siegte klar. Nun stand Fejer-Konnerth dem Spitzenspieler der TTBL, Wang Xi, gegenüber und zeigte eine tolle Vorstellung: In fünf Sätzen, von denen zwei erst in der Verlängerung entschieden wurden, musste er sich schließlich geschlagen geben. Grenzaus Trainer Anton Stefko war begeistert: “Das Spiel war wirklich Weltklasse, eine super Leistung von Zolli, so der TTC-Coach. Trotz Fejer-Konnerths guter Darbietung ging der Punkt allerdings an Fulda, die damit wieder ausglichen.
Es lag nun also an Tomas Pavelka und Jan-Ove Waldner. Und auch dieses Match sollte über die volle Distanz gehen: Pavelka verlor den ersten Satz, ging dann jedoch mit 2:1 in Führung. Doch Waldner gab sich nicht geschlagen und entschied den vierten Satz für sich. Im alles entscheidenden Durchgang mobilisierte der Grenzauer Tscheche noch einmal alle Reserven und rang den „Evergreen“ mit 11:8 nieder. Das war der Sieg für die Westerwälder.
Stefko war nach diesem Erfolg bester Laune: “Das war hervorragender Sport von allen Akteuren. Wir haben die Aufstellung so getroffen, wie wir wollten und die Mannschaft hat gekämpft. Das gibt uns jetzt wieder ein bisschen Selbstbewusstsein“, sagte der Coach nach dem Spiel und fügte mit Blick auf die Tabelle augenzwinkernd hinzu: “Jetzt brauchen wir nur einen Auswärtssieg in Herne, dann sind wir wieder dick im Geschäft.“
Nicht ganz so glücklich war Fuldas Präsident Stephan Frauenholz: “Das war eine sehr knappe Sache, erneut mit dem besseren Ende für den Gegner. Waldi hat unglücklich zweimal im fünften Satz verloren und Robert schwächelt momentan ein bisschen. Aber das kam schon mal vor und er wird sich da wieder raus kämpfen.“
Der Verein bedankt sich herzlich bei Markus Ströher, dem Manager des TTC Grenzau ist und Vater unserer 1. Damenspielerin Theresa Ströher, für dieses tolle Event. Wir hoffen dass durch dieses positive Erlebnis euer Interesse geweckt wurde und in Zukunft noch mehr Teilnehmer begrüßen können.
Die 1. Herrenmannschaft des TTC Staffel trat die Reise nach Biebrich an, um sich dort der schwierigen Aufgabe zu stellen, das Ergebnis der Vorrunde zu wiederholen. Ob dies gelingen würde, war schwer abzuschätzen, denn einen klaren Favorit konnte man im Voraus nicht ausmachen. Staffel glich das Fehlen von Greipel und Binder durch den Einsatz der maßgeblich am Sieg beteiligten Spieler Kannenberg und Nasdalak aus, wofür sich die 1. Mannschaft nochmals bei der 2. Mannschaft bedankt, die auf ihre beiden Akteure in ihrem Spiel verzichten musste und leider keinen Punkt holen konnte.
Die Staffeler fanden mit den Doppelerfolgen von Zwick/Knossalla gegen Linke/Huyen und Trost/Nasdalak gegen Kacerauskas/Frey, die jeweils in 4 Sätzen erfolgreich waren, gut in die Partie. Tamoschus/Kannenberg unterlagen dem Spitzendoppel Biebrichs Lilienthal/Le in 4 Sätzen. Man ging also mit 2 zu 1 in Führung.
Im vorderen Paarkreuz sorgte Tamoschus gegen den besten Abwehrspieler der Liga, Lilienthal, mit seinem 5-Satz-Sieg für eine riesige Überraschung, die den Staffelern von Beginn der Partie an einen enormen Motivationsschub verlieh und auf der Seite der Gegner sicherlich für einen kräftigen Dämpfer sorgte.
Staffels Spitzenspieler Zwick zog mit seinem 3 zu 1 Erfolg gegen Linke mit, sodass man sich einen 4 zu 1 Vorsprung verschaffen konnte.
Im mittleren Paarkreuz bekam es Trost mit dem Litauer Topmann Kacerauskas zu tun, der Trost deutlich in 3 Sätzen beherrschte. Knossalla konnte durch seinen Erfolg gegen Lefür die 5 zu 2 Führung der Staffeler sorgen. Bisher lief es deutlich besser, als man es erwartet hätte.
Nun war das hintere Paarkreuz am Zug und spielte stark auf. Kannenberg konnte trotz seines enormen Trainingsrückstands sein großes Potential unter Beweis stellen, bezwang Huyen in 4 Sätzen und erfreute alle Staffeler neben der Tatsache, dass er sich unter diesen Umständen dieser schwierigen Aufgabe stellte, durch seinen stets vorhandenen Siegeswillen und sein Selbstbewusstsein bei seinen spielerischen Aktivitäten.
Staffels Haudegen Nasdalak bestätigte seine starke Form mit einem 3 zu 0 Erfolg gegen Frey. Kaum zu glauben, aber es stand tatsächlich 7 zu 2 für Staffel. Allerdings war allen Akteuren der Gäste bewusst, dass man sich noch nicht entspannen konnte und durfte, denn die nächsten 2 Punkte, die für den Sieg benötigt wurden, sollten nicht so reibungslos eingefahren werden, das Spiel konnte noch immer kippen, da die nächsten Partien im schlimmsten Fall alle zugunsten der Gastgeber hätten ausgehen können.
Diese Befürchtung wurde durch die beiden Partien im vorderen Paarkreuz verstärkt, als Zwick gegen Lilienthal und Tamoschus gegen Linke jeweils knapp in ansehnlichen und hart umkämpften Duellen unterlagen. Im mittleren Paarkreuz gelang auch Knossalla wie zuvor Trost gegen Kacerauskas keinen Satzgewinn, der sicher auch im vorderen Paarkreuz erfolgreich agieren könnte. Im Anschluss unterlag Trost Le klar in 3 Sätzen. Aus der 7 zu 2 Führung wurde ein 7 zu 6, dass die Staffeler zum Wanken brachte.
Nun sollte das hintere Paarkreuz entscheiden, ob man wenigstens einen Punktgewinn verbuchen könnte, mit dem im Voraus alle Staffeler zufrieden gewesen wären, doch nach diesem Verlauf wollten alle Akteure nur eines: den Sieg. Kannenberg unterlag Frey in 4 Sätzen, von denen 2 in der Verlängerung gegen Kannenberg ausgingen, 7 zu 7, Biebrich hatte mächtig Aufwind und verbuchte 5 Einzelerfolge in Folge. Es galt nun, diesen Lauf zu brechen. Diese Aufgabe hat Nasdalak exzellent erfüllt, als er Huyen in beeindruckender Manier mit einem 3 zu 0 besiegte. 8 zu 7, der Punkt war sicher, doch man wollte mehr.
Das Schlussdoppel Zwick/Knossalla gegen Lilienthal/Le hatte es in sich. Die Gastgeber stellten ein starkes Doppel, das aus einer Mischung aus exzellenter Abwehr und brutalem Angriff bestand, das den Staffelern schwer zusetzte. Doch das eingespielte Doppel Zwick/Knossalla mobilisierte nochmal alle Reserven zu der späten Uhrzeit und konnte letztendlich den 9 zu 7 Gesamterfolg durch ein 3 zu1 perfekt machen.
Dieser Erfolg war ein enorm wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt, der auch die Stärke der Staffeler aufzeigt, Ausfälle wichtiger Spieler durch ebenso spielstarke „Ersatzmänner“ zu kompensieren.