1. Damen verliert gegen eine dezimierte Darmstädter Mannschaft mit 4:8
Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde vergangene Woche nicht nur unsere Mannschaft offiziell vorgestellt, sondern auch die Ziele für die kommende Saison definiert. Mannschaft und Sportwart denken, dass in Anbetracht der hohen Qualität des Teams ein Platz auf dem Treppchen realistisch ist. Aufgrund der Leistungsdichte in der Regionalliga werden hier einige Mannschaften für eine solche Platzierung in Frage kommen, wobei mit dem Absteiger aus der 2. Bundesliga, dem SV Darmstadt 98, schnell der Topfavorit ausgemacht werden konnte. Leider meinte es der Spielplan nicht gut mit uns, denn bereits am 1. Spieltag sollte es zu dem Vergleich beider Mannschaften kommen. Wünscht man sich zu Beginn lieber ein schwächeres Team, um seine Form zu testen, so musste man hier in den sauren Apfel beißen. Betrachtete man sich der Aufstellung des Gegners, so musste man erstaunt feststellen, dass Darmstadt nur mit drei Spielerinnen angereist war. Als Erschwernis kam noch hinzu, dass Sonja Bott durch eine Verletzung stark gehandicapt und nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte war. Alles sah also danach aus, dass man sich berechtigte Hoffnungen auf einen Erfolg machen konnte. Es sollte jedoch ganz anders kommen. Außer den drei geschenkten Punkten konnte nur Sarah Textor gegen Bott einen Punkt verbuchen. Die Chancen, die sich dem Team boten, konnte alle nicht genutzt werden, so dass man am Ende Darmstadt zu einer fantastischen Mannschaftsleistung gratulieren musste. Es fing bereits im einzigen Doppel an, als man bereits deutlich führte und es dennoch nicht schaffte, den Sack zuzumachen. Im weiteren Verlauf sind insbesondere Lena Krapf und Clarissa Benz hervorzuheben, die das Spiel mit sieben erspielten Punkten fast im Alleingang entschieden. Lena Krapf war in ihren Spielen völlig ungefährdet und beeindruckte mit tollen Ballwechseln. Nicht weniger stark präsentierte sich Clarissa Benz, die sich mit Sarah das wohl beste Match des Tages lieferte. Beide zeigten Tischtennis auf ganz hohem Niveau, wobei Clarissa Benz in entscheidenden Satz fast fehlerlos spielte. Knapp, aber nicht unverdient, musste Sarah ihrer Kontrahentin zum Sieg gratulieren. Unglücklich spielten unsere beiden Neuzugänge, die ihre sehr große Nervosität leider nie ablegen konnten. Andrea, meist die Ruhe in Person, war so verunsichert, dass sie eine 2:0 Satzführung gegen eine verletzte Bott nicht nutzen konnte. Je länger das Match dauerte, desto verkrampfter wurden ihre Aktionen. Ihre 9:11 Niederlage im 5. Satz bedeutete gleichfalls den nötigen 8. Punkt für Darmstadt.
Lässt man dieses Spiel Revue passieren muss man feststellen, dass Darmstadt verdient gewonnen hat, auch wenn es für uns besonders bitter ist, dass man gegen drei Akteurinnen verloren hat. Darmstadt in Bestbesetzung und einer gesunden Sonja Bott wird kaum zu bezwingen sein und kann sich zu Recht als Titelfavorit bezeichnen. An unserem Ziel, ganz oben mitzuspielen, hat sich freilich nichts geändert, dennoch ist der Abstand zur absoluten Spitze wohl zu groß. Dieses Spiel sollte man schnell abhaken und sich auf die nächsten Aufgaben konzentrieren. Ich hoffe, dass Andrea und Nadine ihre Nervosität ablegen und in Zukunft ihr volles Potential abrufen können. Manchmal macht, trotz großer Motivation, der Kopf einem ein Strich durch die Rechnung, so dass man völlig neben sich steht. Kopf hoch Mädels- beim nächsten Spiel wird alles besser!