Roßkopf macht den Unterschied
„Die Mannschaft hat Moral bewiesen, aber am Ende war Jörg Roßkopf halt das Zünglein an der Wage!“, kommentierte Thomas Knossalla die hauchdünne 9:7-Niederlage gegen die DJK Blau-Weiß Münster.
Eines steht fest: Die 1. Herrenmannschaft des TTC Staffel kann sich keinen Vorwurf machen, hat sie ihrem Kontrahenten bis zum Schluss einen Kampf auf Augenhöhe geboten.
Nachdem man im Laufe der Woche in Erfahrung bringen konnte, dass Ex-Weltmeister Jörg Roßkopf das Team aus der Nähe von Dieburg verstärkt, war klar, dass eine Wiederholung des Sieges der Vorrunde zur Herkulesaufgabe werden würde. Das wussten auch die zahlreich angereisten Zuschauer: zeitweise waren es rund 100 Interessierte, die das Duell im Staffeler Gemeinschaftshaus live mit verfolgten.
Bereits im Anfangsdoppel zeigte der 42-jährige Spitzenspieler der Gäste - der zugleich Bundestrainer der Deutschen Herren-Nationalmannschaft ist -, dass er in den letzten Jahren in Sachen Sicherheit und Durchschlagskraft nur wenig eingebüßt hat. Seine auf ganzer Linie überzeugende Leistung fand in seinen zwei Einzeln ihre Fortsetzung – am Ende standen zwei zu keinem Zeitpunkt gefährdete 3:0-Siege gegen Tamoschus und Zwick zu Buche.

Im vorderen Paarkreuz bewies Ronny Zwick trotzdem einmal mehr, dass er zu den besten Spielern der Liga gehört, konnte er den ehemaligen Damenbundestrainer Tobias Beck am Ende relativ deutlich mit 3:1 bezwingen. Im vorderen Paarkreuz fuhr man also den einen so wichtigen Punkt ein.
Unsere Mitte um Thomas und Timo musste sich zwar der gegnerischen Nr. 3, Sebastian Oehlmann, relativ deutlich mit 0:3 bzw. 1:3 beugen. Indessen wussten beide gegen die Nummer 4 der Gäste, Dietmar Günther, zu überzeugen: 3:1 hieß am Ende jeweils.
Hinten konnten sowohl Stefan als auch Nasdi zwei ungefährdete Punkte gegen Jens Beck (Nr. 6) einfahren. Allerdings zeigte sich die Nummer 5 der Münsterer, Markus Lang, an diesem Tag in sehr überzeugender Verfassung: während Nasdi stets auf Augenhöhe agierte und sich schließlich relativ knapp mit 3:1 geschlagen geben musste, fand Stefan nie in sein Spiel und verlor klar mit 3:0.
Nun kam es bei Stande von 8:7 für die Gäste also zum Schlussdoppel der zwei Spitzenpaarungen: Zwick/Knossalla gegen Roßkopf/Oehlmann. Den ersten Satz konnten die Staffeler mit 11:7 für sich entscheiden. Satz zwei ging wiederum mit 11:7 an Münster. Der dritte Satz gestaltete sich äußerst spannend – die Staffeler erwischten schließlich das bessere Ende (11:9), sodass man mit 2:1 Sätzen in Führung ging. Die Sensation war zum greifen nah und die Zuschauer honorierten die couragierte Leistung des Gastgeber-Duos mit tosendem Applaus. Selbst in Satz vier erwischte man einen guten Start, führte man noch mit 3:1 Punkten. Die Führung währte allerdings nicht von langer Dauer: insbesondere der junge 3er der Gäste, Sebastian Oehlmann, spielt fortan wesentlich sicherer und selbstbewusster. Die Staffeler hatten dem letztlich leider nichts mehr entgegenzusetzen und so konnten die Gäste aus Münster Satz 4 und 5 (am Ende ungefährdet) mit jeweils 11:5 zu ihren Gunsten entscheiden.

© Bilder von René Weiss
Nichtsdestotrotz kann die Staffeler Mannschaft mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden sein. Präsentiert man sich gegen die direkten Abstiegskonkurrenten in entsprechender Form, wird man das erklärte Ziel – den Nichtabsteig – in diesem Jahr auch erreichen können.
Video folgt in kürze...